Schlagwort-Archive: Michael Rutschky

Einst und jetzt

Michael Rutschky

Donnerstag, 19. Oktober 17
Stanislaw Tillich, berichtet Jens Schneider in der SZ, wird am 9. Dezember als Landesvorsitzender der CDU und Ministerpräsident von Sachsen zurücktreten. Bei der Bundestagswahl am 21. September überholte die AfD die CDU. Einst, unter dem Ministerpräsidenten Biedenkopf, erreichte die CDU auf Landesebene wie bei Kommunalwahlen absolute Mehrheiten. „Wir dürfen nicht im Gestern und Heute gefangen sein“, erklärte Tillich kryptisch. „Nach 27 Jahren in aktiver Verantwortung fällt mir das sehr schwer. Ich weiß , dafür braucht es neue und frische Kräfte.“
Aber die AfD, spottet Onkel, ist doch bloß die alte CDU im Exil. Wenn sie sich mit der neuen CDU zusammentut, haben sie wieder die satte Mehrheit.

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Hier und dort

Michael Rutschky

Dienstag, 17. Oktober 17
Am 4. August diesen Jahres erklärte Elke Twesten, berichtet Lars Langenau in der SZ, ihren Übertritt von den Grünen zur CDU und brachte damit die Landesregierung von Niedersachsen um ihre Mehrheit im Landtag. Bei den Wahlen letzten Sonntag gewann aber nicht – wie erwartet – die CDU, und Elke Twesten blieb ohne ein neues Landtagsmandat. Der Übertritt von dort nach hier hat sich also nicht gelohnt. Elke Twesten ließ per Internet wissen, sie werde demnächst das Studium an einer Fachhochschule in Buxtehude beginnen. „Ich freue mich auf diese neue Herausforderung. Der MBA gibt mir die Möglichkeit, auf meinen bisher erlernten Kompetenzen im Bereich Verwaltung und Finanzen aufzubauen und mich beruflich weiterzuentwickeln.“
Hat der erste Übertritt nichts gebracht, spottet der Onkel, versucht man gleich einen zweiten.

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Einheit oder Zwietracht

Michael Rutschky

Samstag, 14. Oktober 17
Zu der Zeit, da Birma tyrannisch von einer Militärjunta regiert wurde – berichtet Verena Hölzl in der taz – genoss die ausländische Presse, die offen über diese Verhältnisse schrieb, im Land hohes Ansehen bei oppositionellen Bürgern. Jetzt aber, wo die ausländische Presse kritisch über die Verfolgung der muslimische Rohingya-Minderheit in Birma berichtet, verliert die ausländische Presse dort auch bei oppositionellen Bürgern an Prestige Die ehemalige Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi, unterdessen Regierungschefin, unterstützt die Verfolgungsmaßnahmen und kritisiert die Kritiker als illoyal. .

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Gesund oder krank

Michael Rutschky

Freitag, 9- September 16
Während die eigentlichen Sommermonate in puncto Wetter durchwachsen waren, berichtet Ralf Nestler im Tagesspiegel, imponiert der September durch Sonne, schöne Wärme, Trockenheit, was die Bürger genießen. (Das Foto zeigt einen Mann im Park, der genießerisch seinen nackten Oberkörper der Sonne darbietet.) Noch kann man nicht sagen, dass dieser September der wärmste der aufgezeichneten Wettergeschichte sei; am 3. September 1911 maß man in Jena 36,5 Grad, und auch in den Jahren 1947, 1949 und 1953 herrschten im September Sommertemperaturen.
Aber die Hitze in diesem Jahr macht bereits der Landwirtschaft zu schaffen; die Ernte beginnt früher, und die Erträge schrumpfen. Die Elbe musste an verschiedenen Stellen für den Güterverkehr gesperrt werden wegen allzu niedriger Wasserstände. In Brandenburg und in Sachsen-Anhalt drohen Waldbrände.

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Oben und unten

Michael Rutschky

Mittwoch, 20. Juli 16
Das Wetter ist oben, die Menschen sind unten. Laut einer Allensbach-Umfrage von 2013, berichtet Andreas Oswald im Tagesspiegel, sind 50 Prozent der Deutschen der Überzeugung, dass das Wetter irgendwie ihre Allgemeinbefinden beeinflusse, vor allem Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Schlafstörungen. Inzwischen gibt es Medizinmeteorologen; sie sprechen von Wetterfühligkeit, die beispielsweise auf den Aufzug/Abzug eines Hochdruck/Tiefdruckgebietes reagiere. Sich selbst positionieren kann man unter www.dwd.de7gesundheit.
Zugleich ein Beitrag zum Kapitel gesund oder krank.

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Eltern und Kinder

Michael Rutschky

Montag, 30. Mai 16
In der iranischen Stadt Qazvin, berichtet Martin Gehlen in der Berliner Zeitung, sprengte die Polizei eine Party von Studenten. 30 junge Männer und Frauen verhafteten sie – die Frauen seien schamlos entblößt gewesen und das Tanzen ohnehin sittenwidrig. Einen Tag später wurden sie zu 99 Stockhieben verurteilt. In der Stadt Kerman wurden 23 junge Leute, in Semnan 97 verhaftet wegen derselben Vergehen. Und zwei Schriftsteller, die bei einer Lesung in Schweden Frauen die Hand gegeben hatten, wurden ebenfalls zu Gefängnis und Prügel verurteilt. Zuvor hatte die Obrigkeit zwei Modedesigner verfolgt, die im Netz Fotos von Models ohne Kopfbedeckung veröffentlicht hatten

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