Archiv der Kategorie: Pietrolyrik – Andichtungen

Pietatschi

Anlässlich eine Party-Klarstellung

Pietro, tatschi tatschi,
Bling Bling Party,
alles nicht Dein Ding.
Besoffene Leute, eine Christin
bei Timmy-Twenty-Vier
und Du fragst Dich,
was soll ich hier.
Willst nach 10 Minuten gehen,
soll aber keiner falsch verstehen.
Du hast Twenty4Tim gern,
bleibst nur lieber Partys fern,
schreibst, Du liebst auch die von Stefano.
Doch eigentlich liebst Du nur den Bro‘.
Weil es Deine Kumpels sind,
gehst Du eben hin,
erträgst die Säufer tatschi tatschi,
machst ein bisschen quatschi quatschi.
Weil jeder zweite ein Motherfucker,
machst Du Dich ganz schnell vom Acker.
Solche Partys haben Tücken,
dann lieber Schnitzel mit Filip verdrücken
oder ein Dinner bei Kerzenlicht?
Die wirklich interessanten Dinge
erfährt man immer nicht.

Pietroglodyt

Anlässlich eines Gewichtberichts

Pietro, Deine Pfunde
machen wieder mal die Runde.
In der Promi-Presse steht,
Du brauchst schleunigst ‘ne Diät.
Ich habe mal recherchiert:
Du bist 1,73 m groß,
mit 106 Kilo ein ziemlicher Koloss.
Du glaubst, Frauen kriegen einen Schreck,
fliehen, laufen vor Dir weg.
Ich finde das leicht übertrieben.
Frauen sind doch auch verschieden.
Einige urteilen nur viel strenger.
Auch beleibte Sänger
waren oder sind beliebt,
Pavarotti, Elvis, B.B. King.
Vielleicht wirst Du das next big thing,
der nächste Kamakawiwo‘ole,
machst dann auch als Dicker Kohle
und wirst so in Erinnerung bleiben.
Du darfst es nur nicht übertreiben.
Bist Du erst mal viel zu fett,
kommst Du nicht mehr aus dem Bett.
Dann ist alles aus,
schaffst es nicht mehr aus dem Haus,
das Dir bald zur Höhle wird.
Alles ist dann längst zu spät,
wie beim Klima, all to late.
Dann sagst Du zu Dir betrübt,
hätt’ ich mich mal früher abgemüht,
Pietroglodyt.

Pietroscar

Pietro, Dein Busenfreund,
bekannt für Quatsch,
bekam eine geklatscht.
Das hat Dich empört.
Ich finde auch, dass sich
sowas nicht gehört,
vor allem unter echten Stars.
Bei den Oscars
hat Will Smith Chris Rock
eine gelangt.
Das ist doch krank! Unerhört!
Wie ist Welt, ach, doch gestört.
Er wurde nicht mal sanktioniert,
hat noch den Oscar einkassiert.
Das geht doch nicht!
Was auch nicht geht
als Bleichgesicht
sind Dreadlocks
mit und ohne Läuse.
Das hat woke Klima-Mäuse,
richtig aufgebracht
und einer Musikerin
den Rauswurf eingebracht.
Das ist so schön
schwarz-weiß gedacht.
Von Putin rede ich gar nicht mehr
und dem verbrecherischen Krieg.
Würde er ihn gewinnen,
was wäre das noch für ein Sieg?
Woran erfreuen sich Autokraten?
Wenn wir mit unserem Spaten
die Toten begraben?
Pietro, die Welt ist aus den Fugen.
Wo sind die Weisen und die Klugen?
Etwas, das uns mit Zuversicht erfüllt?
Wir müssen hin zum Guten streben.
Unter dem Raketenschild
beginnt ein neues Leben.

Pietro & die Liebe – Ein Pietronett

Pietro, Du hast der Lieb‘ nicht abgeschworen.
Sie sprach zu Dir in stillen Mußestunden.
Noch hast Du nicht die Richtige gefunden,
den Glauben an sie aber nie verloren.

Du suchtest sie in allerlei Gestalten,
schränkst Dich nicht ein, stellst nicht die Genderfrage.
Ob Sarah, Filip – Du zählst nur die Tage,
die goldenen, lässt Aphrodite walten.

Wie Sappho fühlst Du zartes Liebesbeben,
kannst Dich der Liebesgöttin nicht entziehen.
Wenn sie hold lächelt, feierst Du das Leben.

Warum so viele dennoch vor Dir fliehen,
Du weißt es nicht, hast vieles doch zu geben.
Die Kraft zu lieben, ward auch Dir verliehen.

Pietro & the pESCi

Wir sind die Welt,
Kinder der Erde.
Fang an zu singen,
Pietro, lass uns allen Frieden bringen.
Es liegt an uns, zu handeln,
zu entscheiden, wer wir sind.
Wenn vor der Sonne dunkle Wolken hängen,
dann sind wir der Wind.

Sing nicht allein,
singe gemeinsam,
mit ESC-Verlierern
bilde die Gemeinschaft.
Roman Lob, Ben Dolic,
der Jendrik fühlt keinen Hass.
Das klingt doch einfach ideal,
so macht Weltretten Spaß.

Der Krieg ist schlimm,
a violent thing.
Man muss was tun.
Das Gute kommt fast niemals von alleine.
Frieden ist sehr kostbar.
Das wird uns wieder klar.
Kriege bringen Leid und Tod,
verschlimmern nur die Not.

Steht niemals still,
singt voller Freude,
ein Lied des Lebens
und der Zuversicht in dunklen Zeiten.
Wir sind alle Teil der Welt,
und tragen dazu bei,
was in unserer Welt geschieht,
so auch dieses Lied.

Pietrokleos

Pietro, sag, wo bist Du hin,
wo bist Du geblieben?
Im Osten weht ein neuer Wind,
Geschichte wird geschrieben.

Sag mir wo die Lieder sind,
wohin sind sie entschwunden?
Früher sang sie jedes Kind.
Sie sind schon lang verklungen.

Pietro, komm, wir brauchen Dich.
Bring Songs of Peace and Freedom
Hab’ keine Angst, versteck Dich nicht.
Das Gute muss doch siegen.

Sing „Hallelujah“, „Heal the World“,
„Besuchen Sie Europa“.
Pietro, auch Deine Stimme zählt,
Dein Einsatz unverzichtbar.

Die Alten helfen uns nicht mehr,
gestorben längst Pete Seeger.
Joan Baez fällt das Singen schwer.
Die Zeit macht uns nicht klüger!

Was wir erleben ist sehr bös‘.
So kann‘s nicht weitergehen.
Putin wirft Bomben auf Kiew.
Man kann nicht nur zusehen.

Vielleicht ist bald Selenskyi tot,
und Klitschko auch erschossen.
Wir sitzen doch im selben Boot!
Drum, Pietro, sei entschlossen.

Das Elend, das wir täglich sehen,
es ist zum Steinerweichen.
Nicht dagegen vorzugehen,
hieß, man ginge über Leichen.

Was stärkt uns die Moral, den Sinn,
vor allem gegen Putin?
Große Demos in Berlin,
wozu denn Kriege führen?

Pietro, so nimm das Mikrophon,
sing gegen Krieg, für Frieden.
Man wird dereinst im Heldenton
Pietrokleos Dich rühmen!

Pietrontour

Anläßlich einer Konzertmitteilung

Pietro, letztes Jahr erst das Comeback,
jetzt bist Du abermals zurück.
Die Bühne, die sich fand
steht dort, wo deine Wiege stand.
Du gibst für Team-Pietro
das erste Konzert.
Zwar bist Du nicht ready,
zu dick und beschwert,
doch Mutti ist auch da
die Dich gerne hört.
Dir ist zudem klar,
Du trägst Verantwortung als Star
und die Show must go on
mit Cap und Microphone.
Fehlt Dir auch die Stimm‘,
bist eher zu dick als zu dünn,
schwabbelst mehr als Du danced,
egal, denn geht es um die Fans,
die Dir am Herzen liegen –
wenn nicht Bomben fliegen.
Ich will nicht drauf wetten,
doch ich hab‘s im Urin,
einen Strich durch die Rechnung,
macht Dir vermutlich Putin.
Im Gegensatz zur Dir
ist er unpopulär,
nimmt anderen das Leben
oder macht’s ihnen schwer.
Die Sitze blieben leer,
gäbe er ein Konzert.
Denn wer Kriege führt,
ist gefürchtet und
zurecht nicht begehrt.

Pietrode

Pietro, Du brauchst keine Ode,
stehst über der Mode,
auf eigene Weise
wie eine Götterspeise,
oder ein -funken,
hebst das was
geteilt oder gesunken
ist bis zum get no
oder no go
auf ein höheres Plateau
bzw. Niveau.
Auf Insta teilst Du
einen musikalischen Redeschwall
mit Kumpel Bilal.
Eine Frau ist euch egal.
Ihr singt, sie kann euch mal
bzw. „Scheiß auf Dich“.
Doch wenn ihr meint, verrätst Du nicht.
War es vielleicht Deine Cinderella,
schickst Du sie wieder in den Keller
zur Asche und den Kohlen,
als Putze zu Deinem Mentor Bohlen?
Liebe ist für Dich nicht kategorisch
skatologisch bzw. beschissen.
Deine Fans lässt Du wissen:
Liebe hält man besser fest.
Sie sei simply the best,
Liebe teilen ist größer noch
und immer Kopf hoch,
lasst euch nicht unterkriegen,
auch wenn bald Putins Bomben fliegen.
Vielleicht fehlt dann auch Energie
mitten in der Pandemie.
Noch hoffen wir
auf den Sieg der Diplomatie.
Wie wahnsinnig der Zar,
wir werden es gewahr.
Heißt es auch morgen schon
rien ne va plus,
schenkst Du uns noch Perlen
aus dem Leben des Pie.

Pietrohne

Anlässlich der Wahl des Bundespräsidenten

Pietro, Du Mütze der Musen,
Deine Haube ist mehr wert
als alle Blusen
des Böhmi oder Klaas zusammen.
Du bist selten provokant
und das liegt nicht an Unverstand.
Du bist zwar kein Genie,
hast aber Empathie,
kannst Dich in andere reinversetzen.
Ohne Not muss man niemanden verletzen.
Ethisch bist Du unbedenklich.
Deswegen ist es doch verwunderlich,
dass Dich niemand nominiert hat,
den Bundespräsidenten mitzuwählen.
Man kann doch auf Dich zählen!
Im Bundestag versammeln sich heute
Politiker, Promis, verdiente Leute
aus Kultur und Wirtschaft,
Vertreter der Zivilgesellschaft,
auch Wissenschaftler, Sportler,
Journalisten, Moderatoren.
Nur Du hast dort offenbar nichts verloren.
Was soll’s. Der Ausgang ohnehin schon klar:
Es wird erneut der ohne Bobby Car,
Frank Walter Steinmeier.

Pietromance

Anlässlich einer Liebeserklärung

Pietro, Du singst Deinen neuen Song
mit Sohnemann auf Instagram.
Die Presse ist schwer angetan.
Du guter Papa, toller Mann.
Auch beim Dschungelkönig kommst Du an.
Es hat sofort gefunkt beim ersten Date.
Warum auch nicht? It‘s never too late.
Ihr bis nachts im Hotel in Köln (!),
im Urlaub geht ihr zusammen angeln,
trefft euch abends zum Schnitzelessen,
beim Plaudern habt ihr die Zeit vergessen.
Knüpft ihr ein zartes Band,
betretet vielleicht Neuland,
erlebt etwas mehr als Bromance?
Wann erfahren es die Fans?
Bloß kein Druck, lasst euch Zeit.
Genießt einfach die Stunden zu zweit
auf eurem Brokeback Mountain.
Ihr müsst euch gar nicht sofort outen.
Ist doch auch egal, was ihr treibt,
solange die Mütze aufbleibt.
Heutzutage ist das wirklich kein Problem.
Jeder wird es verstehen.
Mann bleibt auch Mann,
wenn Mann auf Männer steht.
Und wer das nicht versteht,
versteht auch nie:
Liebe braucht keine Kategorie.
Schlimm sind doch ganz andere Sachen,
z.B. Menschen die Kriege entfachen.
Das sind die Bösen, nicht die Guten.
Ich denke da an Wladimir Putin.
Eine Bromance pflegt er auch als Mörder,
mit seiner german Jukebox Schröder.
Wer bezahlt, bestimmt die Musik
und mit gewaltigen Armeen führt man Krieg.
Wer weiß, was alles noch geschieht?
Pietro, Du machst nichts verkehrt,
genießt das Schöne, solange es währt.