Archiv der Kategorie: Pietrolyrik – Andichtungen

Pietrousers

anlässlich einer guten Tat

Pietro, Deine Hosen
sind großzügig geschnitten,
nicht weil Du in großen Schritten
monsterwalkst wie Madness,
hiphop oder fett bist.
In Thailand hattest Du
Spedierhosen an.
Du gabst dem Mann,
der Dich im Taxi fuhr,
Trinkgeld in Höhe seiner Miete:
80 Euro. Das ist viel.
Pietro, Du hast Stil
und Klasse,
hebst Dich klar ab
von der Masse,
bist trotzdem auf dem Boden geblieben,
hat Dein Management geschrieben.
Der Mann hat sogar geweint,
Der einzige der Grund,
Dein gutes Werk zu erwähnen,
seien seine Tränen.
Es scheint, Du bist ein Vorbild in einer Welt,
in der Geld alles ist, was zählt.
Man muss auch Gutes tun
für andere und sein eigenes Karma.
Vielleicht wirst Du in ein paar Leben
der nächste Dalai Lama.

Pie yourself

Pietro, wir leben in der Zeitenwende,
mit Doppelwumms und Gaspreisbremse.
Vieles trennt uns, wenig eint.
Die Keks-Prinzessin hat geweint.
Sie ist nicht mehr the best of her,
geht jetzt ins Retreat.
Kanye West verliert den Beat
als Antisemit
und Nervensäge,
auch lukrative Werbeverträge.
Sigmar Gabriel verteidigt Katar
gegen Kritik aus ‘almanya.
Pünktlich zur Fußball-WM bestellt?
Bekommt er dafür einen Koffer voll Geld?
Oder einen ganzen Schrank?
Viele werden krank:
Christina Applegate hat Multiple-Sklerose.
Putin Krebs-Diagnose?
Vielleicht auch Parkinson?
Pietro, Du bekommst bald einen Sohn,
einen zweiten von der Zweiten.
Man hört die Hochzeitsglocken läuten.
Neulich die Verlobungszeremonie:
roter Teppich, Du auf Knie und sie
mit Diamond-Ring und Birkenstock
für Deine Fans auf Tiktok.
Für 49 € durch Germany,
Heidi Klum so nackt wie nie,
Madonna fit im Schritt,
rund der Po und prall die Titt‘.
Männlichkeitsfantasien
im neuen Film von Fatih Akin:
Kunst und Gangster, Musen
mit dem Scheusal schmusen.
Firmenintern stilles Braindrain
nennt man Quiet Constraint.
Die Vögel schweigen im Wald.
Elon Musk ist durchgeknallt.
A cold and broken Hallelujah
in der FuZo
!
Alles gut so,
wie es ist.
Pietro, bleib so,
wie Du bist.

Pietrosmashen

Anlässlich des Jugendwortes 2022

Pietro, Mann der 1000 Cover,
Ex-Mann, Boyfriend, Lover,
warst niemals sexiest man alive.
Warum? Du hast doch Schlag und Drive,
bist ein Smash hast jede Menge Cash,
willst Frauen nur auf Händen tragen.
Du hast zwar mal geschubst.
Kein Grund Dich zu verklagen!
Vielleicht fehlt Dir ein bisschen Glück.
Vielleicht bist Du auch nur zu dick.
Vielleicht mal Alice Schwarzer fragen?
In ihrer eigenen Emma-Welt
ist Sasha Lobo aktuell der Antiheld,
sexist man alive.
Wie immer dient die Titulierung
der Selbstvermarktung, -inszenierung.
Emma ist ihr Smash
und bringt ihr jede Menge Cash.
Doch als Frauenaktivistin
bleibt sie die größte Chauvinistin
und auch für Frauen eine Qual.
Belehrt sie einen, kotzt man im Strahl.
Pietro, sowas interessiert Dich nicht.
Dafür bist Du viel zu schlicht
und auch viel zu nett.
Wichtig ist, es klappt im Bett.
Und das ist schon schwer genug,
wenn man einmal ehrlich ist.
Am besten geht es ohne Druck,
und wenn man es genießt.
Guter Sex ist auch ein Smash,
und manche zahlen dafür cash.
Es ist ein bisschen wie Musik,
trifft man den richtigen Ton,
läuft das schon.
„Your Song“ von Elton John
läuft jetzt seit 52 Jahren
und funktioniert seit dieser Zeit,
vermutlich bis in alle Ewigkeit.
Auch das ein echter Smash
und bringt jede Menge Cash.
China will mit ganz viel Geld
Kontrolle über unsere Welt,
kauft sich in Hamburgs Hafen ein.
Viele sagen dazu Nein.
Doch Olaf will das, insistiert.
Vielleicht hat er schon investiert.
Vielleicht wird es für ihn ein Smash
und bringt ihm jede Menge Cash.
Und was ist mit Putin und seinem Krieg?
So weit entfernt von einem Sieg
ist er für ihn ein Smash?
Das gestohlene Getreide bringt ihm Cash,
vielleicht auch Öl und Gas.
Doch was sonst?
Pietro, weißt Du was?
Ich mach das hier umsonst und gerne.
denn jeder Spaß rückt in die Ferne,
geht es bei jedem Smash
ausschließlich um Cash.

Pijährchen

Pietro,
junge Menschen kleben,
wo Obdachlosen leben,
auf der Straße!
Beide kämpfen ums Überleben,
auf diesem Planeten.
Atomkraftwerk-Gezanke!
Ja oder nein, danke?
Es geht um Energie,
die uns fehlt wie
King Charles Three.
Er fühlt sich alt und matt.
Löst ihn bald Prinz William ab?
Buchpreis für das „Blutbuch“
von Kim de L‘Horizon,
viel Lob, doch auch viel Hass & Hohn.
Pietro, was wird einmal aus Deinem Sohn?
Die Themen gehen auch Dich
als Papa etwas an:
Sex-Exploring, Genderkram,
Warum ist das nicht längst gegessen?
Davon war die Menschheit
doch immer schon besessen.
Von solchen Sitten, solchem Wesen
hab’ ich schon in Herodots Historien gelesen.
Aus Moskau Liebesgrüße
an Berlusconi, der schreibt süße
Briefe an Amico Putin.
Ich glaube, er lud ihn
zu Partys, Nutten, Kokain
früher auch nach Hause ein.
Putin schenkt ihm Wodka,
Silvio schickt ihm Wein.
Da fällt mir ein,
Stalin schenkte Churchill gerne
Brandy aus Armenien ein.
Und was kriegt die Ukraine von Putin
jeden Tag geschenkt?
Blut, das ihre Erde tränkt.
Auch dieses Blut erzählt Geschichten,
in die Erde reingeschrieben.
Der Preis dafür: das Leben.
Nicoles „Ein bissschen Frieden“
soll es bald auf russisch geben.
Der Nobelpreis wartet schon.
Bushido menschlich: Depression!
Vielleicht sogar bald Stigmata?
Corona ist auch schon wieder da.
Dann wär‘ da noch die Inflation.
Und Du bekommst bald einen Sohn,
den zweiten, hast vieles um die Ohren.
Alleine deshalb frag‘ Dich doch
mal dann und wann:
Wie fühlt sich diese Gegenwart
und unsere Zukunft an?
Vielleicht singst Du dann doch ein Lied
für den Frieden und das Klima.
Das wäre prima, wunderbärchen.
Uns bleiben noch π gute Jährchen.

Pietro & Sons

anlässlich einer Foto-Premiere

Pietro, schwarze Mütze, weißes Kreuz –
was willst Du damit sagen?
Habt ihr etwas zu beklagen?
Du gräbst Dich in Alessios Arm,
Du hältst ihn sicher,
Du hältst ihn warm.
Doch warum birgt er so bang sein Gesicht?
Stimmt etwas mit dem Fötus nicht
auf dem Foto in schwarz-weiß
wie hinter einem Nebelstreif?
Erzählt das Bild von Fehlgeburt?
Die Bild schreibt nur,
Du zeigst zwei Söhne,
doch nichts von solchem Stück.
Vielleicht ist die Inszenierung
einfach nicht geglückt
und bei Dir ist alles fein?
Vielleicht macht Dich auch social media
inzwischen borderline.

Pietroyal

Pietro,
Du bist nicht Paul McCartney,
warst niemals bei der Queen,
im Buckingham Palace
hat man Dich noch nie gesehen.
Du singst, doch nicht wie Elton John,
triffst auf dem Klavier
keinen einzigen Ton.
Was macht das schon?
Die Queen kann Dich nicht mehr empfangen.
Sie ist gegangen.
Sie ging allmählich,
nicht geschwind.
Sie ist nicht erloschen
wie eine Kerze im Wind.
Doch für Dich ist‘s zu spät.
Vielleicht empfängt Dich einmal Kate
oder auch King Charles der Dritte,
vielleicht auf Dieter Bohlens Bitte,
denn für ihn und uns bist Du allemal
ein Prinz und Pietroyal!

Pietatschi

Anlässlich eine Party-Klarstellung

Pietro, tatschi tatschi,
Bling Bling Party,
alles nicht Dein Ding.
Besoffene Leute, eine Christin
bei Timmy-Twenty-Vier
und Du fragst Dich,
was soll ich hier.
Willst nach 10 Minuten gehen,
soll aber keiner falsch verstehen.
Du hast Twenty4Tim gern,
bleibst nur lieber Partys fern,
schreibst, Du liebst auch die von Stefano.
Doch eigentlich liebst Du nur den Bro‘.
Weil es Deine Kumpels sind,
gehst Du eben hin,
erträgst die Säufer tatschi tatschi,
machst ein bisschen quatschi quatschi.
Weil jeder zweite ein Motherfucker,
machst Du Dich ganz schnell vom Acker.
Solche Partys haben Tücken,
dann lieber Schnitzel mit Filip verdrücken
oder ein Dinner bei Kerzenlicht?
Die wirklich interessanten Dinge
erfährt man immer nicht.

Pietroglodyt

Anlässlich eines Gewichtberichts

Pietro, Deine Pfunde
machen wieder mal die Runde.
In der Promi-Presse steht,
Du brauchst schleunigst ‘ne Diät.
Ich habe mal recherchiert:
Du bist 1,73 m groß,
mit 106 Kilo ein ziemlicher Koloss.
Du glaubst, Frauen kriegen einen Schreck,
fliehen, laufen vor Dir weg.
Ich finde das leicht übertrieben.
Frauen sind doch auch verschieden.
Einige urteilen nur viel strenger.
Auch beleibte Sänger
waren oder sind beliebt,
Pavarotti, Elvis, B.B. King.
Vielleicht wirst Du das next big thing,
der nächste Kamakawiwo‘ole,
machst dann auch als Dicker Kohle
und wirst so in Erinnerung bleiben.
Du darfst es nur nicht übertreiben.
Bist Du erst mal viel zu fett,
kommst Du nicht mehr aus dem Bett.
Dann ist alles aus,
schaffst es nicht mehr aus dem Haus,
das Dir bald zur Höhle wird.
Alles ist dann längst zu spät,
wie beim Klima, all to late.
Dann sagst Du zu Dir betrübt,
hätt’ ich mich mal früher abgemüht,
Pietroglodyt.

Pietroscar

Pietro, Dein Busenfreund,
bekannt für Quatsch,
bekam eine geklatscht.
Das hat Dich empört.
Ich finde auch, dass sich
sowas nicht gehört,
vor allem unter echten Stars.
Bei den Oscars
hat Will Smith Chris Rock
eine gelangt.
Das ist doch krank! Unerhört!
Wie ist Welt, ach, doch gestört.
Er wurde nicht mal sanktioniert,
hat noch den Oscar einkassiert.
Das geht doch nicht!
Was auch nicht geht
als Bleichgesicht
sind Dreadlocks
mit und ohne Läuse.
Das hat woke Klima-Mäuse,
richtig aufgebracht
und einer Musikerin
den Rauswurf eingebracht.
Das ist so schön
schwarz-weiß gedacht.
Von Putin rede ich gar nicht mehr
und dem verbrecherischen Krieg.
Würde er ihn gewinnen,
was wäre das noch für ein Sieg?
Woran erfreuen sich Autokraten?
Wenn wir mit unserem Spaten
die Toten begraben?
Pietro, die Welt ist aus den Fugen.
Wo sind die Weisen und die Klugen?
Etwas, das uns mit Zuversicht erfüllt?
Wir müssen hin zum Guten streben.
Unter dem Raketenschild
beginnt ein neues Leben.

Pietro & die Liebe – Ein Pietronett

Pietro, Du hast der Lieb‘ nicht abgeschworen.
Sie sprach zu Dir in stillen Mußestunden.
Noch hast Du nicht die Richtige gefunden,
den Glauben an sie aber nie verloren.

Du suchtest sie in allerlei Gestalten,
schränkst Dich nicht ein, stellst nicht die Genderfrage.
Ob Sarah, Filip – Du zählst nur die Tage,
die goldenen, lässt Aphrodite walten.

Wie Sappho fühlst Du zartes Liebesbeben,
kannst Dich der Liebesgöttin nicht entziehen.
Wenn sie hold lächelt, feierst Du das Leben.

Warum so viele dennoch vor Dir fliehen,
Du weißt es nicht, hast vieles doch zu geben.
Die Kraft zu lieben, ward auch Dir verliehen.