Archiv der Kategorie: Pietrolyrik – Andichtungen

Pietroyal

Pietro,
Du bist nicht Paul McCartney,
warst niemals bei der Queen,
im Buckingham Palace
hat man Dich noch nie gesehen.
Du singst, doch nicht wie Elton John,
triffst auf dem Klavier
keinen einzigen Ton.
Was macht das schon?
Die Queen kann Dich nicht mehr empfangen.
Sie ist gegangen.
Sie ging allmählich,
nicht geschwind.
Sie ist nicht erloschen
wie eine Kerze im Wind.
Doch für Dich ist‘s zu spät.
Vielleicht empfängt Dich einmal Kate
oder auch King Charles der Dritte,
vielleicht auf Dieter Bohlens Bitte,
denn für ihn und uns bist Du allemal
ein Prinz und Pietroyal!

Pietatschi

Anlässlich eine Party-Klarstellung

Pietro, tatschi tatschi,
Bling Bling Party,
alles nicht Dein Ding.
Besoffene Leute, eine Christin
bei Timmy-Twenty-Vier
und Du fragst Dich,
was soll ich hier.
Willst nach 10 Minuten gehen,
soll aber keiner falsch verstehen.
Du hast Twenty4Tim gern,
bleibst nur lieber Partys fern,
schreibst, Du liebst auch die von Stefano.
Doch eigentlich liebst Du nur den Bro‘.
Weil es Deine Kumpels sind,
gehst Du eben hin,
erträgst die Säufer tatschi tatschi,
machst ein bisschen quatschi quatschi.
Weil jeder zweite ein Motherfucker,
machst Du Dich ganz schnell vom Acker.
Solche Partys haben Tücken,
dann lieber Schnitzel mit Filip verdrücken
oder ein Dinner bei Kerzenlicht?
Die wirklich interessanten Dinge
erfährt man immer nicht.

Pietroglodyt

Anlässlich eines Gewichtberichts

Pietro, Deine Pfunde
machen wieder mal die Runde.
In der Promi-Presse steht,
Du brauchst schleunigst ‘ne Diät.
Ich habe mal recherchiert:
Du bist 1,73 m groß,
mit 106 Kilo ein ziemlicher Koloss.
Du glaubst, Frauen kriegen einen Schreck,
fliehen, laufen vor Dir weg.
Ich finde das leicht übertrieben.
Frauen sind doch auch verschieden.
Einige urteilen nur viel strenger.
Auch beleibte Sänger
waren oder sind beliebt,
Pavarotti, Elvis, B.B. King.
Vielleicht wirst Du das next big thing,
der nächste Kamakawiwo‘ole,
machst dann auch als Dicker Kohle
und wirst so in Erinnerung bleiben.
Du darfst es nur nicht übertreiben.
Bist Du erst mal viel zu fett,
kommst Du nicht mehr aus dem Bett.
Dann ist alles aus,
schaffst es nicht mehr aus dem Haus,
das Dir bald zur Höhle wird.
Alles ist dann längst zu spät,
wie beim Klima, all to late.
Dann sagst Du zu Dir betrübt,
hätt’ ich mich mal früher abgemüht,
Pietroglodyt.

Pietroscar

Pietro, Dein Busenfreund,
bekannt für Quatsch,
bekam eine geklatscht.
Das hat Dich empört.
Ich finde auch, dass sich
sowas nicht gehört,
vor allem unter echten Stars.
Bei den Oscars
hat Will Smith Chris Rock
eine gelangt.
Das ist doch krank! Unerhört!
Wie ist Welt, ach, doch gestört.
Er wurde nicht mal sanktioniert,
hat noch den Oscar einkassiert.
Das geht doch nicht!
Was auch nicht geht
als Bleichgesicht
sind Dreadlocks
mit und ohne Läuse.
Das hat woke Klima-Mäuse,
richtig aufgebracht
und einer Musikerin
den Rauswurf eingebracht.
Das ist so schön
schwarz-weiß gedacht.
Von Putin rede ich gar nicht mehr
und dem verbrecherischen Krieg.
Würde er ihn gewinnen,
was wäre das noch für ein Sieg?
Woran erfreuen sich Autokraten?
Wenn wir mit unserem Spaten
die Toten begraben?
Pietro, die Welt ist aus den Fugen.
Wo sind die Weisen und die Klugen?
Etwas, das uns mit Zuversicht erfüllt?
Wir müssen hin zum Guten streben.
Unter dem Raketenschild
beginnt ein neues Leben.

Pietro & die Liebe – Ein Pietronett

Pietro, Du hast der Lieb‘ nicht abgeschworen.
Sie sprach zu Dir in stillen Mußestunden.
Noch hast Du nicht die Richtige gefunden,
den Glauben an sie aber nie verloren.

Du suchtest sie in allerlei Gestalten,
schränkst Dich nicht ein, stellst nicht die Genderfrage.
Ob Sarah, Filip – Du zählst nur die Tage,
die goldenen, lässt Aphrodite walten.

Wie Sappho fühlst Du zartes Liebesbeben,
kannst Dich der Liebesgöttin nicht entziehen.
Wenn sie hold lächelt, feierst Du das Leben.

Warum so viele dennoch vor Dir fliehen,
Du weißt es nicht, hast vieles doch zu geben.
Die Kraft zu lieben, ward auch Dir verliehen.

Pietroleum

Pietro, es ist Krieg.
Du bekamst ihn auch zu spüren,
als der Benzinpreis stieg.
Wohin soll das noch führen,
fragst Du Dich beim Tanken
Deines SUVs,
zeigst ein Foto von dem kranken
Preis, der Dir sauer aufstieß.
„Unverschämt“ fällt Dir dazu ein.
Doch was sein muss, muss sein.
Es hilft kein Meckern und Grollen,
das Auto muss rollen,
die Show weitergehen,
Dein Team will Dich sehen
von Karlsruhe bis Spree-Athen.
Du singst nicht von Frieden,
rappst nicht zu Kriegen.
Was könntest Du auch sagen?
Die Weltlage beklagen?
Das käme Dir vielleicht komisch vor.
Schließlich bist Du nicht der Terminator
und der hat bereits gesprochen
zu Putins Gräueltaten der letzen Wochen.
Was solltest Du schon singen
zu den Verbrechen eines Wahnsinnigen?
Rappen über Schuld und Sühne
mit Deinem Käppchen auf der Bühne?
Das würde auch nichts verändern
in Ländern,
wo Dich keiner kennt oder versteht.
Und wie man die Sache auch dreht:
So lange sich am Menschen nichts verändert,
sich durch den Menschen auch nichts ändert.
So lang bleibt alles eitler Schein.
Die Welt mag eine Bühne sein,
doch Deine Bühne, Pietro,
ist nicht die Welt.
Immerhin, sie bringt Dir Geld
für das Benzin.
Und das bereichert dann Putin.
Wie ist das alles nur verzwickt
und unbeschreiblich dumm.
Ich nehm‘ es Dir nicht krumm,
Pietroleum.

Pietroshow

Anlässlich eines Hallen-Konzerts

Pietro, da warst Du wieder,
doch ohne Friedenslieder,
mehr so Latin Dance
vor 2500 Fans.
Freude bereiten
in düsteren Zeiten.
Total cute,
denn sonst erstickt man noch
an seiner Wut.
In Deinem Saal
darf man auch mal
an andere Dinge denken,
sich einfach mal ablenken,
ein bisschen Fun
und Ballermann,
ein bisschen Normalität,
auch wenn der Krieg,
uns längst etwas angeht.
Viele helfen, packen an,
weil man nicht nur zuschauen kann.
Wann endet dieser Wahn?
Schafft es der Sultan,
den Zaren zu zähmen,
ihm ins Gewissen zu reden?
Kämen Putin die Tränen?
Wer weiß?
Vielleicht träumt Erdogan bereits
vom Friedensnobelpreis.

Pietro & the pESCi

Wir sind die Welt,
Kinder der Erde.
Fang an zu singen,
Pietro, lass uns allen Frieden bringen.
Es liegt an uns, zu handeln,
zu entscheiden, wer wir sind.
Wenn vor der Sonne dunkle Wolken hängen,
dann sind wir der Wind.

Sing nicht allein,
singe gemeinsam,
mit ESC-Verlierern
bilde die Gemeinschaft.
Roman Lob, Ben Dolic,
der Jendrik fühlt keinen Hass.
Das klingt doch einfach ideal,
so macht Weltretten Spaß.

Der Krieg ist schlimm,
a violent thing.
Man muss was tun.
Das Gute kommt fast niemals von alleine.
Frieden ist sehr kostbar.
Das wird uns wieder klar.
Kriege bringen Leid und Tod,
verschlimmern nur die Not.

Steht niemals still,
singt voller Freude,
ein Lied des Lebens
und der Zuversicht in dunklen Zeiten.
Wir sind alle Teil der Welt,
und tragen dazu bei,
was in unserer Welt geschieht,
so auch dieses Lied.

Pietrokleos

Pietro, sag, wo bist Du hin,
wo bist Du geblieben?
Im Osten weht ein neuer Wind,
Geschichte wird geschrieben.

Sag mir wo die Lieder sind,
wohin sind sie entschwunden?
Früher sang sie jedes Kind.
Sie sind schon lang verklungen.

Pietro, komm, wir brauchen Dich.
Bring Songs of Peace and Freedom
Hab’ keine Angst, versteck Dich nicht.
Das Gute muss doch siegen.

Sing „Hallelujah“, „Heal the World“,
„Besuchen Sie Europa“.
Pietro, auch Deine Stimme zählt,
Dein Einsatz unverzichtbar.

Die Alten helfen uns nicht mehr,
gestorben längst Pete Seeger.
Joan Baez fällt das Singen schwer.
Die Zeit macht uns nicht klüger!

Was wir erleben ist sehr bös‘.
So kann‘s nicht weitergehen.
Putin wirft Bomben auf Kiew.
Man kann nicht nur zusehen.

Vielleicht ist bald Selenskyi tot,
und Klitschko auch erschossen.
Wir sitzen doch im selben Boot!
Drum, Pietro, sei entschlossen.

Das Elend, das wir täglich sehen,
es ist zum Steinerweichen.
Nicht dagegen vorzugehen,
hieß, man ginge über Leichen.

Was stärkt uns die Moral, den Sinn,
vor allem gegen Putin?
Große Demos in Berlin,
wozu denn Kriege führen?

Pietro, so nimm das Mikrophon,
sing gegen Krieg, für Frieden.
Man wird dereinst im Heldenton
Pietrokleos Dich rühmen!

Pietrontour

Anläßlich einer Konzertmitteilung

Pietro, letztes Jahr erst das Comeback,
jetzt bist Du abermals zurück.
Die Bühne, die sich fand
steht dort, wo deine Wiege stand.
Du gibst für Team-Pietro
das erste Konzert.
Zwar bist Du nicht ready,
zu dick und beschwert,
doch Mutti ist auch da
die Dich gerne hört.
Dir ist zudem klar,
Du trägst Verantwortung als Star
und die Show must go on
mit Cap und Microphone.
Fehlt Dir auch die Stimm‘,
bist eher zu dick als zu dünn,
schwabbelst mehr als Du danced,
egal, denn geht es um die Fans,
die Dir am Herzen liegen –
wenn nicht Bomben fliegen.
Ich will nicht drauf wetten,
doch ich hab‘s im Urin,
einen Strich durch die Rechnung,
macht Dir vermutlich Putin.
Im Gegensatz zur Dir
ist er unpopulär,
nimmt anderen das Leben
oder macht’s ihnen schwer.
Die Sitze blieben leer,
gäbe er ein Konzert.
Denn wer Kriege führt,
ist gefürchtet und
zurecht nicht begehrt.