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Einheit oder Zwietracht

Michael Rutschky

Samstag, 14. Oktober 17
Zu der Zeit, da Birma tyrannisch von einer Militärjunta regiert wurde – berichtet Verena Hölzl in der taz – genoss die ausländische Presse, die offen über diese Verhältnisse schrieb, im Land hohes Ansehen bei oppositionellen Bürgern. Jetzt aber, wo die ausländische Presse kritisch über die Verfolgung der muslimische Rohingya-Minderheit in Birma berichtet, verliert die ausländische Presse dort auch bei oppositionellen Bürgern an Prestige Die ehemalige Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi, unterdessen Regierungschefin, unterstützt die Verfolgungsmaßnahmen und kritisiert die Kritiker als illoyal. .

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Einheit oder Zwietracht

Yvonne Zeich

Ein Leserbrief aus Germering: „Es st das Recht eines jeden Volkes, so auch der Türkei, nach Wohlstand zu streben. Dies ist auch europäisches Verständnis. Andererseits soll das Leben der Menschen, so wollen es dort die Führungen, an ein bestimmtes Religionsbild und an den Fundus seiner Traditionen gebunden bleiben, soweit es dem Machterhalt dient. Dies jedoch ist kein europäisches Verständnis. Dem Wohlstandsstreben sollte die EU eindeutig mit einer Zollunion (Muster Nafta) nachkommen. Dieses Volk ist unser guter Nachbar. Nafta ist das Modell der Wahl. Aber höre man auf, immer von einem Weg in die Vollmitgliedschaft zu sprechen. Schluss damit. Wäre es denn im europäischen Interesse gelegen, diesem realen Religionsbild und diesen Traditionen in der EU über Parlament und Kommission ein Aktionsfeld zu eröffnen? Mit dem Austritt Großbritanniens und seinem Wunsch, wirtschaftlich engstens der EU verbunden zu bleiben, wurde/wird – wenn ach unfreiwillig – endlich der Status einer privilegierten Partnerschaft geschaffen, der über jeden Diskriminierungsverdacht erhaben ist und der für viele Nachbarländer beziehungsweise Aspiranten Vorbild sein kann. Was wären dies für entkrampfte Partnerschaften ohne den ewigen Streit um die Frage, wer denn letztlich zu Europa gehört und wer nicht.“