Eltern und Kinder

Michael Rutschky

Montag, 30. Mai 16
In der iranischen Stadt Qazvin, berichtet Martin Gehlen in der Berliner Zeitung, sprengte die Polizei eine Party von Studenten. 30 junge Männer und Frauen verhafteten sie – die Frauen seien schamlos entblößt gewesen und das Tanzen ohnehin sittenwidrig. Einen Tag später wurden sie zu 99 Stockhieben verurteilt. In der Stadt Kerman wurden 23 junge Leute, in Semnan 97 verhaftet wegen derselben Vergehen. Und zwei Schriftsteller, die bei einer Lesung in Schweden Frauen die Hand gegeben hatten, wurden ebenfalls zu Gefängnis und Prügel verurteilt. Zuvor hatte die Obrigkeit zwei Modedesigner verfolgt, die im Netz Fotos von Models ohne Kopfbedeckung veröffentlicht hatten

Donnerstag, 21. April 16
2008 wurden die Befugnisse des Bundeskriminalamts drastisch erweitert, um ihm den Krieg gegen den Terror zu erleichtern – jetzt hat sie mit einem Grundsatzurteil das Bundesverfassungsgericht eingeschränkt, berichten Jost Müller-Neuhof und Frank Jansen im Tagesspiegel. Die Wohnungen von Verdächtigen dürfen nicht in toto ausgespäht und abgehört werden; auch für die Überwachung von Computern und Email-Verkehr gilt die Regel der Verhältnismäßigkeit. Allerdings darf die bisherige Praxis bis 2018 fortgesetzt werden; das Parlament erhält Zeit, die entsprechenden Gesetze zu novellieren.
Gar nicht so einfach, spottet der Anthropologe, hier nach Eltern und Kindern zu sortieren. Zunächst war das BKA in der Elternrolle, indem es die ungebärdigen, womöglich gefährlichen Bevölkerungsteile (die kleinen und großen Strolche) ungehemmt kontrollierte. Jetzt aber hat sich das Bundesverfassungsgericht darüber gestellt und gewissermaßen die Großelternrolle übernommen.

Freitag, 4. März 16
Das Bundesverfassungsgericht setzt seine Verhandlung über ein Verbot der NPD fort, berichtet Frank Jansen im Tagesspiegel. Programmatische Sätze und Formeln wurden erörtert: „Integration ist Völkermord“, „Ausgliederung aller Ausländer aus der Sozialversicherung“ etc. Die NPD gehe weiter als die NSDAP, urteilte der Verfassungsrichter Peter Müller, die Ausländer nur ausweisen wollte, wenn die deutsche Bevölkerung hungere. Der NPD-Vorsitzende Frank Franz unternahm Ausweichmanöver: Die Partei fordere keineswegs, dass alle Menschen anderer Physiognomie Deutschland verlassen müssten Flüchtlinge hätten durchaus Anspruch auf Ernährung – allerdings gar keine auf Sozialleistungen. Allerdings bezweifelten die Richter die politischen und Propagandaerfolge der NPD. Sie befinde sich organisatorisch in einem desolaten Zustand; ihre Handlungsunfähigkeit nehme zu. In Mecklenburg-Vorpommern verliere sie drastisch an Attraktivität. Im Landtag seien gegen die NPD 1090 Ordnungsmaßnahmen verhängt worden.

Sonntag, 27. Dezember 15
Die Alternative für Deutschland (AfD) sei unwählbar für alle vernünftigen Leute – berichtet Matthias Meisner im Tagesspiegel – habe Hans-Olaf Henkel, ehemals stellvertretender Vorsitzender der AfD, dem Tagesspiegel sowie der Zeit erklärt. Er versuche mit dieser Warnung gleichsam seine Vaterschaft bei dieser Partei zu sühnen. Als besonders deutlich missratener Sprössling imponiert gegenwärtig Björn Höcke, Vorsitzender der AfD in Thüringen, der in einem Vortrag das Reproduktionsverhalten der Afrikaner („lebensbejahender Ausbreitungstyp“) warnend dem der Europäer („selbstverneinender Platzhaltertyp“) gegenübergestellt hatte. Henkel erinnert daran, dass zu seiner Zeit ein Parteiordnungsverfahren gegen Höcke lief – und dass Frauke Petry, nachdem sie die Macht als Vorsitzende ergriffen hatte, das Verfahren einstellte. Allerdings hat jetzt der Vorstand Höcke aufgefordert, seine Überzeugungen daraufhin zu prüfen, ob sie noch mit denen der Parte übereinstimmen.
So geht’s zu! spottet Onkel, der alte Reaktionär. Die Jungen gehen ihre eigenen Wege, und die Eltern wollen nichts mehr mit ihnen zu tun haben.

Dienstag, 14. Juli 15
Die Staats- und Regierungschefs der Euroländer (die Eltern), liest man in der SZ, einigten sich nach 17-stündiger Verhandlung mit Griechenland auf neue Spar- und Reformpläne, aufgrund deren das Kind in der Eurozone verbleiben und neue Kredite beantragen könnte. 32 Abgeordnete der Regierungspartei Syriza erklärten in Athen bereits, dass sie den Plänen keinesfalls zustimmen können; die Angestellten des öffentlichen Dienstes werden in einen 24-stündigen Generalstreik treten.
Das Parlament muss Gesetze zurücknehmen, die es gegen den Willen der Gläubiger beschlossen hatte. Die sog. Troika muss allen künftigen Haushaltsgesetzen, bevor sie dem Parlament vorgelegt werden, zustimmen. Eine Arbeitsmarktreform wird Massenentlassungen erleichtern. Erlöse aus Privatisierungen gehen an einen Treuhandfonds; auf den das Kind keinen Zugriff hat – an diesem Punkt wären in Brüssel die Verhandlungen zwischen Eltern und Kind fast gescheitert.

Donnerstag, 25. Juni 15
Der Berliner Innensenator, berichten Fatina Keilani und Timo Kather im Tagesspiegel, bereitet eine Verordnung vor, die es Eltern verbietet, ihre Kinder zum
Betteln einzusetzen. Das Foto zeigt eine Frau, die auf dem Trottoir sitzt, und zwischen ihren Beinen liegt ausgestreckt ein Kind: Man wisse oft nicht, ob sie betäubt sind oder bloß schlafen. Allerdings bestehen schon jetzt starke Zweifel, dass die Verordnung praktisch umgesetzt werden kann, denn die Ordnungsämter, deren Aufgabe das wäre, verfügen einfach über zu wenig Personal.
Das kommt davon, spottet das junge Ding, wenn sich der Herr Senator als Übervater aufspielt, der andere Väter und Mütter im Namen ihrer Kinder kujoniert.

Freitag, 18. Juni 15
Luzius ist knapp 16, berichtet Susanne Schneider im SZ-Magazin, und so gut wie blind und taub. Manchmal dreht er sich langsam um sich selbst; manchmal heult er ohne Grund. Geht man mit ihm auf die Straße, steht er verständnislos herum. Wegen seiner Desorientierung kann man ihn nicht von der Leine lassen, er würde sich sofort verirren. Zuhause kann man ihn nicht mehr allein lassen – die 90 Minuten eines Kinobesuchs hält er im Auto aus. Er pinkelt nicht auf sein Lager, und er kotet es auch nicht ein. Er leidet keine Schmerzen und findet immer noch mit Sicherheit sein Fressen. Die Ärztin dürfte ihm nicht die Todesspritze geben, selbst wenn Susanne Schneider es wünschte. Und sie wünscht es keinesfalls. Der uralte Luzius ist ein Familienmitglied. Auf den Fotos kann man seinen jämmerlichen Zustand nicht erkennen.

Donnerstag, 4. Juni 15
In vielen Zuwanderer-Familien Neuköllns, berichtet Martin Klesmann in der Berliner Zeitung, machen die Eltern den Kindern morgens kein Frühstück, lesen ihnen abends nichts vor, gehen nicht mit ihnen ins Schwimmbad. 40 Prozent der Kinder können am Ende der dritten Klasse nicht schwimmen. Die Möglichkeiten der Grundschulen, diesen Kindern an Eltern Statt das Schwimmen beizubringen, sind begrenzt. „Viele Kinder haben vor dem regulären Schulschwimmen leider keinerlei Wassererfahrung außerhalb von Badewanne und Dusche gemacht“, erklärt die Neuköllner Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey, „und teilweise extreme Wasserängste.“ Die Lehrer und Bademeister können als Väter und Mütter diese Ängste kaum dämpfen. Schwere Unlust und Scham kommt auf, weil die Kinder sich vor einander – wenn auch nach Geschlechtern getrennt – nackend ausziehen müssen, um zu duschen und die Badebekleidung anzulegen.

Freitag, 24. April 15
Das eben vom Bundestag beschlossene Kleinanlegerschutzgesetz, moniert Nikolaus Piper in der SZ, gehört zu den vielen Maßnahmen der Obrigkeit, mittels deren sie die Bürger wie Kinder behandelt. Speisekarten warnen vor Allergenen im Essen, Lottoscheine vor Spielsucht, Zigaretten vor Lungenkrebs etc. Das Kleinanlegerschutzgesetz reagiert auf die Pleite des Windparkfinanzierers Prokon, die letztes Jahr 70 000 Kleinanleger um alles oder doch viel Geld brachte. Deshalb sollen jetzt gewisse Anlageprodukte (wie die Zigarettenpackungen mit der Lungenkrebswarnung) mit dem Hinweis angeboten werden: „Der Erwerb einer Vermögensanlage ist mit nicht unwesentlichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.“ Ja, klar. Der Finanzmarkt ermöglicht Gewinne, weil die Bürger Risiken eingehen. Wer bei Vater Staat Bundesanleihen zeichnet, kann gegenwärtig nur auf 0,16 Prozent Rendite rechnen.

Donnerstag, 12. März 15
In rote und gelbe Warnwesten gekleidet, berichtet Marie-Thérèse Harasim im Berlinteil der taz, demonstrierten gestern etwa 17 000 Lehrer und Erzieher, die nur Angestellte im öffentlichen Dienst sind, für höhere Gehälter. Sie befinden sich im Streik. Der Demonstrationszug bewegt sich unter Tanzen und dem Lärm von Trillerpfeifen durch die Stadt. Transparente deklarieren: „Gemeinsam für gute Arbeit und gutes Geld – wir sind es wert.“
Als Beamte sind Lehrer und Erzieher, sinniert der Anthropologe, unzweideutig abhängig wie Kinder von Vater Staat. Er verpflichtet sie paternalistisch zum Bravsein. Nur Nichtbeamte dürfen sich frei gegen Vaters Zumutungen aussprechen und lärmend und bunt gekleidet wie die Kinder gegen Vaters Zumutungen demonstrieren.

Donnerstag, 5. Februar 15
Das Foto zeigt einen älteren Herrn mit grauem Haar und Brille, im dunklen Anzug, weißen Hemd und Schlips, der mit seiner rechten Hand einen jüngeren Mann, gleichfalls im dunklen Anzug und weißen Hemd, aber ohne Schlips, an seiner linken Hand hält und vor einer blauen Wand entlangführt. Beide lächeln.
Der neue Ministerpräsident Alexis Tsipras, der die Wahl in Griechenland mit dem Versprechen gewonnen hat, die strenge Austerity-Politik zu beenden – berichtet Christopher Ziedler im Tagesspiegel – besucht Brüssel und wird von Jean-Claude Juncker empfangen. Es schaut nicht so aus, als könnte Tsipras auf Anhieb die Forderungen der anderen Euro-Mitglieder an Griechenland außer Kraft setzen. Das wird ihm Juncker in seinem Büro unter vier Augen unmissverständlich dargelegt haben.
Das kommt davon, spottet Onkel, der alte Reaktionär, wenn man sich als Frechdachs aufspielt, der den Eltern nicht mehr gehorchen, aber weiterhin ihr Geld will.

Samstag, 31. Januar 15
Ein 51-jähriger Mann hat gestanden, berichtet Daniel Bax in der taz, seine 19-jährige Tochter erwürgt zu haben, weil sie aus freien Stücken einen jungen Mann heiraten wollte, mit dem sie seit Längerem eine Liebesgeschichte verband. Kranichstein bei Darmstadt. Die Mutter war einverstanden mit der Tötung und half, das tote Mädchen im Rollstuhl der Großmutter aus der Wohnung zum Auto und zu einem Parkplatz zu transportieren, wo sie das Mädchen abluden. Anfangs dachte die Polizei, auch ihr Onkel und ihre Tante seien in das Familienverbrechen involviert – das hat sich nicht bestätigt. Unklar ist noch, ob es sich wirklich um einen sog. Ehrenmord handelt, den der selbständige Heiratswunsch der Tochter provozierte. Die Familie stammt aus Pakistan; der Bräutigam war ein Deutscher pakistanischer Herkunft.

Mittwoch, 21. Januar 15
Das Amtsgericht Nördlingen verurteilt Antje P., berichtet Anna Kostrzewa in der SZ, zu neun Monaten Haft auf Bewährung und 150 Sozialstunden wegen gefährlicher Körperverletzung. Antje P. pflegt ihre beiden Söhne mit Hieben zu erziehen, Weidenrute auf den Hintern. Sie wurde durch ein Video überführt, das der RTL-Reporter Wolfram Kuhnigk heimlich gedreht hatte: bei einem Besuch der Glaubensgemeinschaft Zwölf Stämme, die das Prügeln als Erziehungsmaßnahme mit Bibelzitaten rechtfertigt. Antje P. gehört zu der Glaubensgemeinschaft; sie hatte zu den Vorwürfen geschwiegen und nur erklärt, dass sie ihren Kindern Grenzen setzen wolle, um sie vor Gefahren und Unfällen zu schützen. – Anfang September 2013 wurden 40 Kinder aus dem Anwesen der Zwölf Stämme in Kirchzimmern entfernt. Darunter der 13-jährige Helez Schüle. Dreimal versuchte er aus dem Jugendheim zu fliehen und zu seiner Familie zurückzukehren. Wurde erneut ins Jugendheim verbracht. Schließlich erlaubte das Gericht die Rückkehr zur Familie. „Das zeigt doch“, resümierte sein älterer Bruder, „dass wir glücklich sind, so wie wir leben.“

Dienstag, 20. Januar 15
Die Mutter, Djasinga, ignoriert ihr frisch geborenes Mädchen, berichtet Stefan Strauß in der Berliner Zeitung, deshalb wird es von einem Team aufgezogen, Tierärzte und Tierpfleger. Das Affenkind erhält erst diesen Donnerstag einen Namen. Den Tag verbringt es in einer Kiste, die im Aufenthaltsraum der Pfleger steht; das Mädchen soll sich an die Geräusche der anderen Orang-Utans gewöhnen: es ist noch sehr geräuschempfindlich. Nachts kommt das Tierchen in die Dienstwohnung eines Pflegers oder die Gästewohnung des Zoos. Es herrscht ein einfacher Lebensrhythmus, trinken, schlafen, trinken, schlafen. Die Milchdosis stieg von fünf auf 30 Milliliter. Das Tier schläft nur zwei bis drei Stunden am Stück, dann kommen Klagelaute wegen Hunger (von einem Babyfon übermittelt), und der Pfleger gibt ihm das nächste Fläschchen. Die Handaufzucht dauert vier Monate. Das Affenkind soll nicht vermenschlicht werden: Immer wieder bringen es die Pfleger zu seinen Artgenossen, damit es sich an sie gewöhnt.
Das müssen wahrhaft glückliche Eltern sein, hätte unsere Freundin Jutta gespottet, die Tierpfleger.

Freitag, 16. Januar 15
Die Fraktionen von CDU/CSU und SPD im Deutschen Bundestag, berichtet Richard Rother in der taz, fordern von der Bundesregierung eine gesetzliche Regelung, die es Supermärkten verbietet, in der Nähe ihrer Kassen Süßigkeiten für Kinder anzubieten – damit Kinder, die zum Einkaufen mitgenommen worden sind, nicht im letzten Augenblick vor dem Bezahlen den Warenkorb noch mit Bonbons, Schokoladeneiern, Gummibärchen etc. („Quengelware“) befüllen können. Die Lebensmittelindustrie kritisiert das als Problemverschiebung: Gesunde Ernährung haben die Eltern bei ihren Kindern durchzusetzen (nicht die Supermärkte). Die Verbraucherorganisation Foodwatch dagegen kritisiert die Unverbindlichkeit der Forderungen; die Bundesregierung habe längst nachgegeben gegenüber der Lebensmittelindustrie, die mit ungesunder Nahrung weltweit ungeheure Profite mache.
Wer sind nun die Eltern der Eltern? hätte unsere Freundin Jutta gespottet. Die Supermärkte? Die Bundesregierung? Die Lebensmittelindustrie? Oder Foodwatch?

Montag, 12. Januar 15
Djamel Beghal lebt in dem Dorf Murat in der Auvergne, berichtet Nadia Pantel in der SZ, und er übernahm die Vaterrolle sowohl für Chérif und Said Kouafi als auch für Amédy Coulibaly, was die Erziehung zum islamistischen Terrorismus angeht. Sie übten gemeinsam das Schießen in den Wäldern um Murat. Chérif Kouachi lernte Djamel Beghal im Gefängnis kennen, wo er wegen seiner Pläne zu einem Attentat auf die US-Botschaft in Paris einsaß. Einen zweiten Vater fanden die Kouachis und Coulibaly in Farid Benyattou, Prediger an der Paris Adda’wa-Moschee (er ist inzwischen aus dem Terrorismus ausgestiegen und absolviert eine Ausbildung als Krankenpfleger). Einen dritten Vater erwählten sich die Kouachi-Brüder und Coulibaly in Anwar al-Awlaki, Mitglied der Gruppe al-Qaida auf der arabischen Halbinsel, der die Brüder in einem jemenitischen Ausbildungslager trainierte (die Erschießung der Redakteure von Charlie Hebdo war ja äußerst professionell). Einen vierten Vater beschwor Amédy Coulibaly in der Gestalt von Abu Bakr als-Baghdadi, dem Kalifen des islamischen Staates, dem er in einer Videobotschaft den Überfall auf den jüdischen Supermarkt in Paris gewissermaßen zu Füßen legte.

Montag, 5. Januar 15
Der Spiegel hat berichtet – berichten Kai Schönburg und Eric Bonse in der taz – dass die Bundesregierung einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone, womöglich aus der EU nicht mehr für undenkbar hält und auf jeden Fall verhindern würde. In Griechenland stehen Ende Januar Neuwahlen an, und als Sieger könnten daraus Alexis Tsipras und seine linke Syriza-Partei hervorgehen. Tsipras will in der Euro-Zone verbleiben, aber für Griechenland einen Schuldenschnitt vereinbaren und die strikte Sparpolitik im Innern abbrechen.
So sind sie, die Kinder, mosert Onkel. Wollen das Hotel Mama nicht verlassen, weiterhin unbegrenzt Taschengeld beziehen und über ihre Ausgaben keine Rechenschaft ablegen…

Montag, 29. Dezember 14
In der Föttingerzeile, Berlin-Marienfelde, führte der Familienkult, der an Weihnachten seinen Höhepunkt erreicht, der Genuss des innigen Beisammenseins, wieder einmal zu Blutvergießen. Die Nachbarn riefen am Samstagvormittag die Polizei, berichtet Jörn Hasselmann im Tagesspiegel, weil ein unbändiger Streit im zweiten Stock des Mehrfamilienhauses tobte. Die Beamten fanden in der Wohnung eine Frau von 50 Jahren, erstochen; ihr 30-jähriger Sohn war augenscheinlich vom Balkon der Wohnung gestürzt und hatte sich schwere Verletzungen zugezogen; der 44-jährige Lebensgefährte der Frau lag blutüberströmt vor der Wohnungstür. Wer genau welche Tat begangen hat, ist noch völlig unklar.
Jedenfalls lief alles auf Trennung hinaus, hätte unsere Freundin Jutta resümiert, nachdem das weihnachtliche Beisammensein sie so gründlich verbacken hatte, blutige Trennung.

Freitag, 12. Dezember 14
Bei seiner Jahrespressekonferenz erklärte Generalbundesanwalt Harald Range in Karlsruhe, berichtet Ursula Knapp im Tagesspiegel, dass seine Behörde (die Eltern) überfordert werde von der Unmenge junger Leute (die Kinder), die sich dem islamistischen Krieg in Syrien und im Irak anschließen wollen oder bereits angeschlossen haben. 550 Krieger sind ausgereist; hier in der BRD existiert ein breites Unterstützernetzwerk. Gegenwärtig stehen 83 Beschuldigte vor Gericht, zehnmal mehr als vor einem Jahr. 15 mutmaßliche Krieger und Unterstützer sitzen in Untersuchungshaft; lokale Staatsanwaltschaften führen gegenwärtig 100 Verfahren durch, die irgendwann bei der Bundesanwaltschaft landen werden.
Wieder mal ein schwerer Ausbruch von Jugendirresein, hätte unsere Freundin Jutta resümiert. Und wieder kommen die Eltern nur mühsam nach.

Dienstag, 8. Dezember 14
Die griechische Regierung behauptet, berichtet Eric Bonse in der taz, ihr Haushaltsentwurf für 2015 stelle sie wieder auf eigene Füße; sie könne das Rettungsprogramm der EU mit seinen Sparzwängen verlassen (sich aus der Obhut der Eltern entfernen). Keineswegs, widerspricht die sog. Troika (Vertreter der EU-Kommission, des Internationalen Währungsfonds und der EZB), im Budget fehlen noch 2,5 Milliarden Euro, und deshalb muss Griechenland seinen Sparkurs fortsetzen.
Ja, die können einen in Wut bringen, die Alten mit ihrer Hartnäckigkeit und ihrer Konsequenz, sinniert das junge Ding. Da könnte auch ich auf die Straße gehen und Mollies schmeißen.

Montag, 7. Dezember 14
Die CSU fordert in einem Leitantrag, betreffend die Integrationspolitik, über den der kommende Parteitag abstimmen möge – berichtet Daniela Vates in der Berliner Zeitung – „wer dauerhaft hier leben will, soll dazu angehalten werden, im öffentlichen Raum und in der Familie deutsch zu sprechen.“ Denn wenn sie ausländisch reden, bleiben sie für die Ureinwohner inkommunikado.
Früher sprachen deutsche Eltern französisch, hätte unsere Freundin Jutta gespottet, wenn sie was vor ihren Kindern verheimlichen wollten. Heute sind auch arabische Omas und Opas Kinder, die den neuen deutschen Eltern was verschweigen, wenn sie arabisch reden.
Also zugleich eine Geschichte über Hier und Dort sowie Einst und Jetzt.

Freitag, 28. November 14
Auf dem Sendlinger-Tor-Platz in München, berichtet Andreas Glas in der SZ, schlugen etwa 30 Flüchtlinge ein Camp auf versuchten mittels Hunger-, später Durststreik ihre Forderungen nach Bleibe- und Arbeitsrecht, besserer Unterbringung etc. durchzusetzen. Als die Polizei anrückte, um das Camp aufzulösen, kletterten 14 Flüchtlinge in zwei Bäume auf dem Platz und entzogen sich so dem Abtransport. Zwar leerten sich die Bäume aufgrund von Polizeimaßnahmen sowie Hunger, Durst und Kälte allmählich, doch sechs junge Männer harren aus, bis der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter eintrifft. Ihm gelingt es in kurzer Zeit, die Baumbesetzer zur Aufgabe zu bewegen, indem er Verhandlungen auf höherer Ebene verspricht.
Das haben wir als Kinder doch genauso gemacht, schwärmt das junge Ding. Im Garten auf den Baum klettern und unerreichbar sein, bis die Eltern nachgegeben haben.
Zugleich eine Geschichte über Hier und Dort.

Dienstag, 18. November 14
Das Foto zeigt einen alten Mann und eine alte Frau, wie sie Fotos betrachten, die vor ihnen auf dem Tisch liegen. Die alte Frau lächelt; der alte Mann schaut grimmig, während er mit der rechten Hand nach einem Foto greift, das direkt vor ihm liegt. Man gewinnt den Eindruck, dass die Szene für die Kamera inszeniert ist. Diese Fotos auf diesem Tisch auszubreiten und gemeinsam zu betrachten, das gehört nicht zu den Alltagsgewohnheiten des alten Ehepaars.
Hannelore und Maximilian Stand sind inzwischen tot, berichtet Torsten Wahl in der Berliner Zeitung, deshalb kann heute Abend der RBB ihre Geschichte in einem Fernsehfilm erzählen. Maximilian Stand arbeitete als Spion der DDR in den USA, weil er an den Sozialismus glaubte und ihm dienen wollte. Er warb seinen Sohn Kurt ebenfalls für die DDR-Spionage („Kundschafter des Friedens“), der wiederum seine Frau Theresa Squillacote gewann. Kurt Stand hat seine Strafe abgesessen, während Theresa Sqillacote noch eingesperrt ist. Wichtige Informationen über die USA konnten sie der DDR nicht beschaffen. Nach deren Untergang versuchte Theresa Sqillacote ihre Dienste Russland zu verkaufen; dann Südafrika. Vergeblich.
So kann’s zugehen in religiös orientierten Familien, hätte unsere Freundin Jutta räsoniert. Der Glaube der Eltern setzt sich bruchlos bei den Kindern fort.

Samstag, 16. November 14
Das Zollkriminalamt hat beobachtet – berichten J. C. Bockenheimer, C. Böhme, S. Gennies und H. Monath im Tagesspiegel – , dass der Iran weiterhin unter der Hand in Deutschland Gerätschaften einkauft, mittels deren er sein Atomprogramm fördern kann. Während er gleichzeitig Verhandlungen mit den Vetomächten des UNO-Sicherheitsrates (plus Deutschland) über dessen Stilllegung führt, was diese Mächte dazu bringen soll, ihre Wirtschaftssanktionen gegen den Iran aufzuheben.
So sind die Kinder, spottet das junge Ding, immer finden sie Wege, die Verbote der Eltern zu umgehen, zu unterlaufen.

Sonntag, 7. September 14
Das Foto zeigt zwei Männer, die auf weißen Gartenstühlen vor einem hölzernen Gartenhaus sitzen, das blühende Kletterpflanzen überwuchern. Rechts ein jüngerer Mann in kurzen Hosen und blauem T-Shirt, das mit dem Logo des Los Angeles Police Department bedruckt ist. Links ein älterer Mann im bunt kariertem Hemd, auf dessen Brusttasche Camp David zu lesen ist.
Jürgen und Michael Einsiedel sind Vater und Sohn, berichtet Katja Reimann im Tagesspiegel, und Polizisten. Das war auch Michaels Großvater Erich Trisch. Jürgen Einsiedel, 73, arbeitete als junger Mann im Krankenhaus, bis ein Patient ihn belehrte, das sei doch nicht der richtige Job für einen großen starken Mann. Michael Einsiedel, 46, wollte eigentlich kaufmännischer Angestellter werden, was seiner Mutter – angesichts der gefährlichen Situationen, in die ihr Ehemann immer wieder geriet – sehr zupass kam. Aber der Sohn bewarb sich heimlich bei der Polizei und wurde genommen. Erich Trisch schließlich, Vater bzw. Schwieger- und Großvater, wurde nach dem Krieg als Musiker von der Deutschen Oper beschäftigt, sechs Jahre lang; wie genau er dann zu Polizei kam, wissen die Angehörigen nicht, irgendwann war er dabei, Musikkorps.
Wo ist Mutter? hätte unsere Freundin Jutta gespottet. Hier scheinen nur die Männer die Männer befruchtet zu haben.

Montag, 1. September 14
Der Nationale Volkskongress Chinas hat am Sonntag beschlossen, berichtet Kai Strittmatter in der SZ, dass die Kandidaten für die anstehenden Wahlen in Hongkong von einem Wahlmännergremium ausgesucht werden. Dafür dürfen am Ende alle wahlberechtigten Bürger Hongkongs abstimmen. Vor allem, erklärt die Zentralregierung, gehe es darum, ausländische Mächte an der Einflussnahme auf Hongkong zu hindern. „Nicht genug damit, dass sie Hongkongs Stabilität und Entwicklung unterwandern, sie versuchen Hongkong in einen Brückenkopf für die Subversion und Infiltrierung des Festlandes zu verwandeln.“
Klar, Peking behandelt Hongkong als sein unmündiges Kind, hätte unsere Freundin Jutta gespottet, dem man autonome Entscheidungen nur eingeschränkt zugestehen kann. Vor allem muss das Kind vor dem Einfluss anderer Erwachsener beschützt werden.

Montag, 25. August 14
Im April dieses Jahres fand das Allensbacher Institut bei einer Umfrage heraus, berichtet Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel (Bielefeld), dass keine Frau sich an ihre Mutter wendet, wenn sie an Scheidentrockenheit leidet. Auch an die beste Freundin wendet sich nur ein Drittel. Deshalb sollten betroffene Frauen aufgrund dieser Anzeige, mit der Dr. August Wolff in verschiedenen Zeitungen für ihr Produkt Vagisan FeuchtCreme wirbt, zu Dr. August Wolff Kontakt aufnehmen. Litten Sie in den vergangenen vier Monaten im Scheidenbereich an Trockenheitsgefühl? Juckreiz? Wundgefühl/Reizung? Brennen? Hatten Sie Schmerzen im Scheidenbereich unabhängig von sexueller Aktivität? Bei sexueller Aktivität?
So wäre die Dr. August Wolff GmbH & Co KG, hätte unsere Freundin Jutta gespottet, also die Mutter, welche mehr Vertrauen verdient als die leibliche und der man peinliche Körperzustände ohne Hemmung gestehen kann. Vater im Fall von Scheidentrockenheit um Rat und Hilfe zu bitten, verbietet sich natürlich von selbst.

Donnerstag, 21. August 14
Philipp B., 36, stammt aus dem oberbayerischen Teisendorf, berichten Kai Strittmatter und Roman Deininger in der SZ, und wurde jetzt in der chinesischen Stadt Xiamen zum Tode verurteilt. Er hatte seine ehemalige Liebste, aus Venezuela
gebürtig, samt ihrem neuen Gefährten bis nach China verfolgt und die beiden auf offener Straße mit einem Hammer und einem Messer umgebracht. Daran besteht kein Zweifel. Nach der Mordtat hat Philipp B. sich das Leben zu nehmen versucht, erfolglos.
Er hat jetzt zehn Tage Zeit, um beim obersten Gericht Chinas Berufung gegen das Todesurteil einzulegen. Womöglich verzichtet er darauf; China vollstreckt die Todesstrafe mittels der Giftspritze. Das auswärtige Amt der Bundesrepublik hofft, die Vollstreckung verhindern zu können. In diese Richtung gehen auch die Hoffnungen in Teisendorf.
Dreierlei Eltern sind also mit Philipp B. befasst, hätte unsere Freundin Jutta ausgeführt. Teisendorf, woher er buchstäblich stammt, besitzt wohl den geringsten Einfluss auf sein Schicksal. Die BRD, deren Bürger Philipp B. ist, kann auch nicht direkt einwirken. Philipp B. hat sich aufgrund seiner Mordtaten restlos in die Gewalt Chinas begeben, und China vollstreckt auch an seinen leiblichen Kindern in diesem Fall das Todesurteil. Und genau darauf hat Philipp B. es womöglich abgesehen

Mittwoch, 5. August 14
Seit acht Uhr früh am Dienstag, berichtet Susanne Knaul in der taz, herrscht zwischen Israel und der Hamas Waffenruhe. Die israelischen Bodentruppen haben den Gazastreifen verlassen, nach der erfolgreichen Sprengung der meisten Tunnel. Keine Raketenangriffe der Hamas auf Israel, die Israel mit Luftschlägen zu beantworten pflegte. Ägypten hat die Feuerpause vermittelt, auf die in Kairo Verhandlungen über eine längere Waffenruhe folgern sollen. Während die Feuerpause, die am Freitag eintreten sollte, von den USA und den UN vermittelt, schon nach drei Stunden von der Hamas gebrochen wurde.
Klar, die Hamas, hätte unsere Freundin Jutta gespottet, erkennt als Eltern, die ein Machtwort sprechen dürfen, die USA und die UN nicht an – das sind ja die Eltern Israels. Nur die Ägypter kommen in Frage, die ägyptischen Brüder.

Sonntag, 20. Juli 14
Die Regierung der Ukraine, berichtet Nina Jeglinski im Tagesspiegel, erwartet sich – gerade nach dem Abschuss der Malaysia-Airlines-Maschine über der Ostukraine – ein stärkeres Engagement der USA in ihrer Region, um die Konflikte mit Russland zu beenden. Die USA sollten Putin drängen, seine Kräfte in der Ostukraine unter Kontrolle zu bringen – die Umstände genau aufzuklären, unter denen die Passagiermaschine abgeschossen worden ist. Der US-Senator McCain rät, die ukrainische Regierung mit avancierten Waffensystemen auszustatten – schließlich rüste Putin, wie der Abschuss lehre, seinerseits die ostukrainischen Rebellen entsprechend auf.
Seit die Amis nach 1945 die Westdeutschen, mosert Onkel, als Kinder
adoptiert, aufgezogen und zu neuer Macht und neuem Reichtum befähigt haben, möchten immer mal wieder Nationen Kinder der USA werden.

Mittwoch, 16. Juli 14
Vor dem Münchner Gericht, das gegen Beate Tschäpe wegen ihrer Beteiligung an den Mordtaten des NSU verhandelt – berichten Annette Ramelsberger und Tanjev Schultz in der SZ – erscheint jetzt als Zeuge Tino Brandt, ein dicklicher Mann von 38 Jahren, der einst den sog. Thüringer Heimatschutz organisiert hat, eine rechtsradikale Vereinigung, aus der Tschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos als NSU hervorgingen.
Die Sache ist aber die, dass Tino Brandt nicht nur aktiver Neonazi, sondern auch V-Mann des Verfassungsschutzes war, der gegen Bezahlung seine Behörde umfassend über das Treiben der Neonazis aufklären sollte. So organisierte der Verfassungsschutz indirekt den Rechtsradikalismus mit – beispielsweise in der Gestalt von mehreren tausend Mark, mittels deren der NSU sich falsche Reisepässe besorgen und daraufhin hätte enttarnt werden sollen. Klappte nicht, und das Geld verschwand. Mit seinen VS-Honoraren finanzierte Tino Brandt auch andere NS-Aktivitäten, Autos, Hotelaufenthalte, Telefongebühren, Propaganda – er beglich politische Strafbefehle gegen André K., ein anderer Beschuldigter im NSU-Verfahren.
Ist doch klar, schimpft das junge Ding. Mehr-minder eindeutig finanziert unser Staat selber die Neonazis. Er bleibt also für sie verantwortlich – so wie Eltern, wenn sie ihre kriminellen Kinder weiterhin beschützen und versorgen.

Dienstag, 15. Juli 14
Der linke Flügel der Linkspartei, berichtet Constanze von Bullion in der SZ, scheint in dem gegenwärtigen Krieg zwischen Israel und der Hamas die Partei der Palästinenser zu ergreifen. „Als Linker bin ich immer bei den Schwächeren“, wird der Bundesabgeordnete Diether Dehm zitiert. „Ich bin bei denen, die tote Babys im Arm tragen.“ Der Abgeordnete Wolfgang Gehrcke erklärt zur Vereinbarung einer Waffenruhe: „Den ersten Schritt erwarte ich von Israel, weil es stärker ist.“
Klar, Israel, das sind die Eltern, hätte unsere Freundin Jutta ausgeführt. Der Staat, das ist ihr wohlgeordnetes Eigenheim. Den Gazastreifen haben sie den ungebärdigen, ja gewalttätigen Kindern der Hamas überlassen – dabei spiegelt deren Gewalttätigkeit bloß die der Eltern wider.

Montag, 14. Juli 14
Sie habe Kay Brinkmann in einem Charlottenburger Café getroffen, berichtet Ingrid Müller im Tagesspiegel. Zwar ist Brinkmann Brigadegeneral, aber in Charlottenburg trägt er Zivil. Das wird sich ändern, wenn er in Afghanistan als Senior Military Advisor von Unama, der zivilen UN-Mission, auftritt. Dabei trägt er zwar Uniform, aber keine Waffe – die internationalen Kampftruppen ziehen sich ja bis Ende des Jahres aus Afghanistan zurück. Beratung beim Wiederaufbau des Landes ist General Brinkmanns Aufgabe, die Regierung in Kabul unterstützen, ein Auge auf die Staatsfinanzen haben, die Arbeit von Hilfsorganisationen koordinieren, die Kommunikation mit den Nachbarstaaten fördern. General Brinkmann betont, dass seine persönlichen Wünsche auf die Mission in Afghanistan gingen; dass er seine Aktivitäten nüchtern und rational verfolgen und auf Teamwork setzen wird. 1500 Mitarbeiter zählt die UN-Mission, 15 davon sind Offiziere seines Stabes.
Die Vereinten Nationen spielen hier die Rolle der Eltern, hätte unsere Freundin Jutta ausgeführt, und sie suchen das Sorgenkind Afghanistan jetzt nach den Methoden der fortschrittlichen Pädagogik zu traktieren, also mit friedlicher Kommunikation, die nur indirekt auf Gewalt setzt, mit ihr droht. Davor wirkte sich die elterliche Gewalt ja unverhohlen aus, als Krieg; dabei agierten aber die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten als Eltern, noch nicht die UN.

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