Obenuntentagebuch

Yvonne Zeich

Ein Leserbrief aus Starnberg: „Die Bundeswehr unserer Republik bewegt sich weitgehend in traditionellen Bahnen. Für die obere Schicht war sie ein hochdotierter Druckposten und für die Waffenindustrie ein gutgedüngtes Feld. Gottseidank wurde unsere Bundeswehr nicht ernsthaft benötigt, außer in weitgehend gefahrlosen Bereichen. Die Bundeswehr muss, um es militärisch zu sagen, ‚auf Vordermann gebracht werden‘. Kriege mit erkennbaren Fronten zwischen den Parteien sind strategisch überholt. Aber wir befinden uns im Krieg, im Krieg mit Terroristen, zivilkleidertragenden Kämpfern, bestens ausgebildeten Kennern der neuen Informationstechnik. Da helfen keine Panzer und Jets, es ist eine neue Form der Kriegsführung. Zerbombte Städte, Hunderttausende von getöteten Zivilisten, weitgehend Frauen und Kinder sind die Opfer dieser veralteten großflächigen Zerstörung und Tötung gegen einen verdeckten mobilen Gegner. Zu vergleichen mit einem Kampf zwischen Ameisen und Elefanten.
Eine totale Neuorientierung auf die momentanen Gefahren sowie die zukünftigen Entwicklungen auf dem ‚Kriegssektor‘ ist nötig.“

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