Die Frau in der Problemzone

Igor Arslan

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Für K.S.

Rita Sedat

„Boben dat Leben steiht de Dot, ober boben den Dot – duar steiht wedder dat Leben. Dat gift ne eenen Dot un een Leben: dusent Do gift un dusend Lebens: een sitt imme den annern ub’r Dach.“ (aus „Sterne überm Meer“ von Gorch Fock)

In memoriam Kurt Scheel

Hartmut Eggert

„Nein, und nochmals nein!“ fuhr es mir durch den Kopf, als ich die Nachricht vom Tode Kurt Scheels erhielt. Da hatten wir uns gerade von Michael Rutschky verabschieden müssen und nun das! Beide waren vor über 40 Jahren (genauer 45 Jahren) aus dem gleichen akademischen Ei geschlüpft, und seitdem waren sie miteinander freundschaftlich verbunden. Es war das Schulforschungsprojekt „Bildungsprozesse im Literaturunterricht“, das von dem „Mittelbau“-Team
Eggert/Berg/Rutschky am Fachbereich Germanistik der FU geleitet wurde, in dem sie sich 1972 kennengelernt hatten. Michael Rutschky hatte zwei Jahre zuvor den Magister gemacht, Kurt Scheel sollte 1973 das 1. Staatsexamen für das Amt des Studienrates ablegen (mit meinem Kollegen Horst Denkler als Hauptprüfer).

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Nachrufe auf Kurt Scheel

„Kurt Scheel dachte gegen den Strich. Zum Tod des langjährigen «Merkur»-Herausgebers“ von Hans-Peter Müller, Neue Zürcher Zeitung, 03.08.2018

„Eine bestimmte Art von Tränen“ von Harry Nutt, Berliner Zeitung, 03.08.2018

„Wenn er irrte, dann irrte er groß“ von Willi Winkler, Süddeutsche Zeitung, 02.08.2018

„Oft hadernd – und doch brillant“ von Jan Feddersen, taz, 01.08.2018

„Zum Tod des Publizisten – Kurt Scheel gestorben“ von Christian Schröder, Tagesspiegel 02.08.2017

Zum Tod von Kurt Scheel – Auftritte im rbb-Kulturradio zusammengestellt von Steffen Brück, 02.08.2018

Brief an Kohlhammer

Kurt Scheel

Lieber Siegfried,

um 4.08 Uhr verließ ich die Xantener Straße auf dem braven Raleigh, sechs Wochen hatte es unbenutzt im Kellerverlies gestanden, nach dem verhängnisvollen Unfall bzw. Umfall, bei dem ich mir die Schulter prellte, oh, wie schmerzhaft das gewesen war, und wie unheroisch, geradezu lächerlich ich es erlebt hatte, ein weiterer Tief- bzw. Höhepunkt in meinem an Tief- und Höhepunkten reichen Leben, aber das weißt Du ja alles bereits, ich habe es Dir zierlich erzählt und dann hier im Blog einer praktisch unbegrenzten Leserschaft kundgetan (Brief an Kohlhammer, 14. Juni 2018), aber das ist eine andere, abgetane Geschichte, nun also on the road again, hinter dem Jagdschloss in den Grunewald hinein, es ist noch dunkel, und so soll es auch sein, denn der Grundgedanke dieser Ausfahrt ist es, den Sonnenaufgang tatsächlich live an der Havel zu erleben, kurz vor halb sechs soll das sein, es müsste also klappen.

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Ich und die Sopranos

Aus der Frühgeschichte des Serienguckens

von Kurt Scheel

Von TV-Serien habe ich mich lange klüglich ferngehalten: Sie waren ja sowieso Mist, allenfalls etwas für die Erniedrigten und Beleidigten („Auf der Flucht“, „Dallas“), für das Premium-Publikum, zu dem ich mich zählen durfte – dem Fernsehgucker mit Großem Latinum sozusagen –, aber vergeudete Zeit. Ich jedenfalls hatte für solchen Quatsch nichts übrig.

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